Zweite Liebe im Alter

31 07 2011

„Im Alter“ – ob diese Ausdrucksweise hier so passend ist? Urteilen Sie selbst: Stellen Sie sich vor, eine 55 jährige Frau mit zwei erwachsenen Töchtern und Oma von drei reizenden Enkelkindern lernt einige Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes einen Mann kennen. Man versteht sich gut. Im Laufe der Wochen fühlt sich unsere „Oma“ mehr und mehr hingezogen zu diesem Mann, verliebt sich in ihn. Auch er erwidert ihre Gefühle und möchte schließlich mit ihr zusammen leben.
Irgendwann bekommen die Töchter mit, dass ihre Mutter scheinbar einen Freund hat. Sie sprechen ihre Mutter darauf an und machen einen Riesenärger, und das aus zwei Gründen: Zum einen können Sie nicht ganz verstehen, dass die eigene Mutter scheinbar Papa schon vergessen hat, zum anderen sind sie entsetzt darüber, dass der Freund der Mutter 15 Jahre jünger ist. Als irgendwann einmal das Wort „Hochzeit“ fällt, rasten die beiden Töchter fast aus und drohen der Mutter, den Kontakt mit ihr vollkommen zu kappen, falls sie den „Jüngling“ wirklich heiratet.
Da die Frau weder ihre Töchter noch die Enkelkinder verlieren will, entschließt sie sich aufgrund des massiven Druckes der Familie, weder zu heiraten noch in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen. Die Familie akzeptiert zwar, dass sie einen Freund hat, mit dem die Mutter die Freizeit verbringen kann, mehr aber nicht.
Es stellt sich natürlich die Frage, was ist richtig, was ist falsch. Irgendwie kann man beide Seiten verstehen – vertrackte Situation! Was kann man denn hier nur für einen Rat geben?





Sitzordnung – wer sitzt wo bei einer Hochzeit

26 10 2009

Eine exakte Einteilung der Sitzordnung bei einer Hochzeit nach Rangfolge oder Stellung in der Gesellschaft gibt es in unserer modernen Zeit nicht mehr. Aber trotzalledem beobachtet man gewisse Parallelen, wenn Brautpaare sich beraten und festlegen, wer wo sitzen soll. Es gibt dabei ja keine einzuhaltenden Regel, aber eigentlich alle Brautpaare möchten den engsten Kreis der Familie um sich haben. Daraus ergibt sich dann zwangsläufig eine gewisse Regel, eine Art ungeschriebenes Gesetz, wenn man so will:

Das Brautpaar steht im Mittelpunkt der Hochzeit und nimmt deshalb auch einen zentralen Platz ein, sodass es von allen Hochzeitsgästen gesehen werden kann. Überlicherweise sitzt dabei die Braut rechts neben ihrem Bräutigam. Direkt rechts neben der Braut nimmt dann der Vater der Bräutigams und daneben die Mutter des Bräutigams Platz. Links neben dem Bräutigam sitzt die Mutter der Braut (Schwiegermutter) und der Vater der Braut. So ist eigentlich bei fast allen Hochzeiten die Sitzordnung der sechs wichtigsten Personen. Im Anschluss daran sitzen dann meist Großeltern, Geschwister, Paten, Tanten und Trauzeugen.
Wie in meinem anderen Beitrag „Beschriftung von Tischkarten“ bereits erwähnt, kann es mitunter entscheidend für eine entspannte und gute Stimmungslage unter den Hochzeitsgästen sein, die richtigen Leute zusammen zu setzen und – fast noch wichtiger – bestimmte Gäste möglichst weit auseinander zu halten.





Heiraten oder nur Zusammenleben

3 07 2009

Hochzeit, heiraten, ein Familie gründen mit Kindern, das sind Begriffe, die seit Jahrzehnten in unseren Gesellschaft zusammengehören. Die Struktur einer Familie hatte die Ehe als Basis. Aber wie überall gibt es auch hier Veränderungen. Heute ist es nicht mehr zwangsläufig so, dass ein Paar heiratet, wenn es eine gewisse Zeit zusammen ist und dann eine gemeinsame Wohnung bezieht. Nein, heute geht manches Paar den umgekehrten Weg: Nach dem Prinzip „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ bezieht man vor der Hochzeit eine gemeinsame Wohnung, um zu sehen, ob man zusammen passt, heiraten kann man ja immer noch. Dass ein Trauschein keine Garantie für Treue, Liebe und Glück ist, ist klar, aber diese Garantie gibt es auch nicht, wenn man nur zusammenlebt und nicht verheiratet ist.
Lebt ein Paar eine gewisse Zeit – ohne Trauschein – in einer gemeinsamen Wohnung, so veranlasst meist ein bestimmtes Ereignis die Entscheidung, weiterhin „nur“ zusammenzuleben oder zu heiraten, neu zu überdenken: Die Schwangerschaft der Frau. Viele haben dann das Gefühl, dass man nur eine richtige Familie ist, wenn alle den gleichen Namen tragen. Finanzielle und steuerliche Aspekte werden hier sicherlich auch eine gewisse Rolle spielen. Auch das Thema „Ehegattensplitting“ für die gemeinsame Erziehung des Sprösslings mit entsprechender Unterstützung von Vater Staat sieht manches Paar als Pluspunkt und entscheidet sich dann doch für eine Heirat.
Dass eine Ehe natürlich mehr als eine finanzielle Zweckgemeinschaft sein sollte, dürfte klar sein.








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