Hochzeitsmessen

1 03 2009

Gegen Ende des Jahres 2008 hat man die ersten Inserate oder Plakate gesehen, mit denen die beginnende Saison der Hochzeitsmessen angekündigt wurde. Seit Anfang des Jahres 2009 sind diese Events wieder voll im Gange, es vergeht fast kein Wochenende mehr, an dem nicht irgendwo eine dieser Messen abgehalten wird.
Es ist bestimmt so, dass dies für Brautpaare eine wichtige Ergänzung zum Internet bzw. Brautzeitschriften bei der Vorbereitung der Hochzeit ist. Hier sieht man verschiedene Produkte, die heute zu einer Hochzeit gehören, vor Ort in Original, kann sie anfassen oder wie Brautkleid und Hochzeitsanzug für den Bräutigam sogar probieren. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten, soll heißen, dass Hochzeitsmessen nicht nur optimal sind.
Der größte Nachteil ist sicherlich die Masse dieser Veranstaltungen. Gab es früher nur spezielle Veranstalter, die solch einen Event in Messezentren oder passenden Hallen abhielten, so haben sich heute viele Hotels dazu entschlossen, eine hauseigene Hochzeitsmesse abzuhalten. Da dies jetzt Konkurrenz für die etablierten Messeveranstalter bedeutete, planten sie wiederum die eine oder andere Messe mehr ein. Hatten die Brautpaare früher zwei oder drei Messen zum Thema Hochzeit in ihrer näheren Umgebung, denn nur diese sind interessant, zur Auswahl, so mussten sie sich jetzt auf einmal zwischen sechs oder acht Veranstaltungen entscheiden. Stellen dann die Brautpaare nach dem Besuch der ersten Messen auch noch fest, dass im Prinzip immer die gleichen Aussteller vertreten waren, sind sie nicht nur unzufrieden, sondern enttäuscht. Dieses Überangebot an Hochzeitsmessen ist also alles andere als optimal für Brautleute, aber auch die Veranstalter sind unzufrieden, weil nicht mehr genügend Besucher kommen.

Empfehlenswerter Blogbeitrag: Einladungskarten ganz aktuell mit Ornamenten





Neues aus der Hochzeits-Szene

23 12 2008

Die Zeiten ändern sich – dies trifft nicht auf das tägliche Leben zu, sondern auch auf das Thema dieses Blogs, nämlich die Hochzeit und alles, was zu diesem Event gehört. Heiratete früher die Braut in einem weißen Brautkleid, so kann sie das heute auch in einem roten tun, feierte früher das Brautpaar die kirchliche Hochzeit immer in der Kirche, so suchen sich heute manche Brautpaare besondere Orte wie einen Heißluftballon, einen Leuchtturm oder gar das Wasser für eine Unterwasserhochzeit aus ( Siehe auch Beitrag “Wo heiraten wir”). Immer wieder gibt es neue Ideen. Ob daraus ein Trend wird, zeigt sich relativ schnell.

In Amerika zum Beispiel haben die Brautpaare die Bio-Welle auch bei der Feier der Hochzeit entdeckt. Das fängt schon beim Brautstrauß an: Es werden nur Blumen verwendet, bei denen die Erzeuger bzw. Pflücker faire Preise erhalten. Die einfache Pferdekutsche – natürlich schön geschmückt – ersetzt den 8 Zylinder Spritfresser oder es wird Omas gebrauchter Ehering wieder auf Hochglanz poliert, um keine neuen Rohstoffe zu vergeuden. Selbst das wichtigste Kleidungsstück, den Brautkleid, bleibt nicht außen vor: Hier wird versucht, Mutters Brautkleid, wenn noch in gutem Zustand vorhanden, durch geschickte Änderungen passend zu machen. Die Hochzeitseinladungen werden natürlich auf recycelten Karton gedruckt.

Den weit verbreiteten Brauch, an der Hochzeit weiße Brieftauben auffliegen zu lassen, kennt eigentlich jeder. Auch hier wurden Alternativen gesucht und auch gefunden: Die weißen Tauben werden ersetzt durch weiße Lampions. Die Hochzeitsgesellschaft zündet das Brennmittel im Inneren der „Himmelslaternen“ an und lässt sie aufsteigen. Dies soll wie die Brieftauben auch dem Brautpaar Glück bringen. Richtig zur Geltung kommt das Aufsteigen der beleuchteten Lampions natürlich bei Dunkelheit.

Man darf gespannt sein, ob diese neuen Ideen gut bei den Brautpaaren ankommen oder ob es nur vorübergehende Modeerscheinungen sind.





Hochzeitsreise

20 08 2008

Die Hochzeitsfeier ist vorüber. Man hat es geschafft. Alles hat prima geklappt. Glücklich, zufrieden und natürlich müde gehen Braut und Bräutigam, meist erst am nächsten Morgen nach der Hochzeit, schlafen. Nach dem Aufstehen sprechen die Beiden über ihren tollen, ja schönsten Tag im Leben, allerdings mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Schön ist, dass bei der ganzen Hochzeitsfeier (fast) alles wie geplant abgelaufen ist, weniger schön ist, dass dieser Tag, auf den man seit Monaten hingearbeitet, geplant und organisiert hat, wie im Fluge vergangen ist. Doch bevor das „neue Leben“ als Ehepaar beginnt, steht für die Jungvermählten erst einmal eine ganz besonderer Event, die Hochzeitsreise, an.

Strand auf TeneriffaIm Trubel der Hochzeitsvorbereitungen war es gar nicht so einfach, noch Zeit für die Auswahl eines geeigneten Reiseziels zu finden. In der Vorstellung eines verliebten Paares, das heiraten will, ist die Hochzeitsreise nicht einfach Urlaub, sondern es soll eine Zeit voller Romantik, Zweisamkeit und natürlich auch Entspannung sein, die nach der aufreibenden Hochzeitsvorbereitung auch nötig ist. Ein geeignetes Ziel für die Flitterwochen zu finden, das der Vorstellung von Beiden, jetzt Mann und Frau, entspricht, kann oftmals ein recht hitziges Thema sein. Faulenzen oder aktiv sein, schwimmen oder wandern, sonnenbaden oder shoppen – dies alles muss unter Umständen unter einen Hut gebracht werden. Im Idealfall wählt man als Reiseziel einen Ort, eine Gegend oder Insel, wo alles möglich und entsprechend abwechslungsreich ist.

tief hängende Wolken im Anaga-Gebirge auf TeneriffaEin seit Jahren bewährtes Ziel für die Hochzeitsreise sind die Kanarischen Inseln. Klare Vorteile sind vor allen Dingen, dass die Kanaren zu Spanien, also zu Europa gehören und somit der Euro das Zahlungsmittel ist. Ein weiteres Plus ist, dass man bereits nach kapp fünf Stunden Flugzeit wieder landet und bei angenehm warmen Temperaturen aus dem Flugzeug steigt, und das ganzjährig. Auf Teneriffa, der größten Insel der Kanaren, herrschen im Jahr bis zu 360 Sonnentage. Man bucht quasi eine Art Sonnengarantie, die allerdings nicht einklagbar ist. Die Insel des immer währenden Frühlings, wie Teneriffa auch genannt wird, kann grob in zwei Teile oder Vegetationszonen geteilt werden: Zum einen der nördlich Teil, der durchaus mit tropisch, feucht und dadurch grün und pflanzenreich beschrieben werden kann, und der Süden, karg und kahl, aber sonnenreich und deshalb bei Urlaubern bestens bekannt. Auf dieser wunderbaren Vulkaninsel kann man wandern, aber auch im Meer schwimmen, Ausflüge ins Tenogebirge im Süd-Westen machen oder im Anaga-Gebirge den Wetterumschwung von trocken und warm in feuchte und kühlere Luft innerhalb weniger Kilometer erleben. Bucht man im deutschen Winter die Hochzeitsreise auf Teneriffa, so kann man mit etwas Glück den Gipfel des erloschenen Vulkans Teide, dem höchsten Berg ganz Spaniens, schneebedeckt sehen: Morgens eine Schneeballschlacht auf dem Pico del Teide, nachmittags im Liegestuhl erholen und etwas im Meer schwimmen.

Natürlich ist in den Touristikzentren auch nachts einiges an „Action“ geboten, was selbstverständlich auch dazu gehört. Langeweile kommt hier jedenfalls nicht auf, dafür sind die Möglichkeiten einfach zu vielfältig.








Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.