Heiraten in Tracht

28 09 2009

Ein Besuch auf dem zur Zeit stattfindenden Münchner Oktoberfest bestätigt den aktuellen Trend: Tracht ist angesagt! Dirndl und Trachtenanzug erleben eine Renaissance, und das geht natürlich nicht spurlos an den Brautpaaren vorüber. Immer mehr entdecken die Trachtenkleidung für sich und überlegen, ob für sie nicht auch Heiraten in Tracht in Frage käme. Dabei muss es bei einer Hochzeit in Tracht nicht zwangsläufig bedeuten, dass der Bräutigam in Lederhosen und die Braut im klassischen Dirndl heiraten müssen. Es gibt in der Zwischenzeit wirklich schöne, sehr edle Variationen von modernen, aber dennoch romantischen Dirndl aus reiner Wildseite, verziert mit Stickereien und wertvoller Ätzspitze.

Wenn sich die Braut für die moderne Dirndlvariante entscheidet, sollte auch sich der Bräutigam an dieser Stilrichtung orientieren. Dies ist ja auch problemlos möglich. Das Zauberwort heißt hier Trachtensmoking. In edlem Schwarz mit Stickereien und Silberknöpfen versehen, Rever mit Satin besetzt, Man(n) trägt dazu noch eine Hose mit Seitenpaspol – passt wie angegossen zum Hochzeitsdirndl. Heiraten in Tracht ist also sowohl in der traditionellen Trachtengewändern möglich als auch in modernen Varianten, die aber jederzeit die Tracht als solche erkennen lassen.

Mein Tipp: Suchen Sie sich ein entsprechendes Trachten-Fachgeschäft, probieren Sie solange, bis Sie zufrieden sind, lassen Sie sich beraten – verfahren Sie genauso wie beim Kauf eines „normalen“ Brautkleid bzw. Hochzeitsanzug.





Die Brautfrisur

6 05 2009

Die Entscheidung für die eine oder andere Frisur an der Hochzeit ist für die Braut eine der wichtigsten Entscheidungen, die allerdings auch eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Bevor man das Gespräch mit seinem Frisör vereinbart, sollte das Brautkleid definitiv ausgewählt sein. Auch spezielle Accessoires oder ein besonderer Haarschmuck sollten bereits feststehen. Schließlich soll am Hochzeitstag alles eine harmonische Einheit bilden.
Es ist deshalb ratsam, alles zu fotografieren oder zum Termin mit dem Frisör mitzubringen, sodass er sich eine Vorstellung machen kann und mit Ratschlägen bei der Auswahl der Brautfrisur helfen kann. Mit einigen Bildern aus Brautzeitschriften lässt es sich am besten zeigen, in welche Richtung es gehen soll: Hochsteckfrisur oder offen, lockig oder glatt. Ob sich Ihre Vorstellungen umsetzen lassen, kann er der Braut sicher sagen.
Nachdem alles besprochen und geklärt ist, wird üblicherweise die gewünschte Brautfrisur zur Probe gesteckt. Ist am Ende der Sitzung die Frisur perfekt, sollte es die Braut tunlichst vermeiden, bis zum Hochzeitstag irgendwelche Experimente mit ihren Haaren zu machen, also nicht färben, keine Strähnen oder schneiden.
Sehr viele Frisörsalons bieten zur Brautfrisur auch gleich ein Braut-Make-up an. Dies ist natürlich von Vorteil, den am Hochzeitsmorgen ist Zeit kostbar. Meist wird deshalb den Bräuten angeboten, bei ihr zuhause sowohl zu frisieren als auch das Make-up aufzutragen. Jetzt muss nur noch das Brautkleid angezogen werden und es kann los gehen.





Trauungszeremonie ja, aber

12 11 2008
Trauungszeremonie ja, aber nicht in der Kirche

Oftmals ist es die Braut, für die eine Hochzeit, vor allen Dingen, wenn es die erste ist, ohne Brautkleid und einer feierlichen Zeremonie keine richtige Hochzeit ist. Die Ursachen, warum das Brautpaar nicht vor den Altar treten darf oder will, können vielfältig sein: Möglicherweise sind beide aus welchen Gründen auch immer aus der Kirche ausgetreten oder aber sie können sich mit der Kirche nicht identifizieren. Ist ein Partner katholisch und war bereits verheiratet, kann eine zweite kirchliche Hochzeit problematisch werden. In unserer modernen Zeit kann natürlich auch eine Heirat zweier gleichgeschlechtlicher Partner der Grund sein, nicht den kirchlichen Segen zu bekommen.

Aber wie auch immer, auf eine feierliche und romantische Hochzeitszeremonie mit allem Drum und Dran muss deshalb nicht verzichtet werden. Ganz im Gegenteil: Sind bei einer kirchlichen Trauung doch gewisse Regeln einzuhalten, kann eine Trauung, die von einem freien Theologen durchgeführt wird, vollkommen nach den Wünschen und Vorstellungen des Brautpaares gestaltet werden. Allerdings kann so eine freie Trauung natürlich auch wie eine „normale“ kirchliche Hochzeit geplant und durchgeführt werden. Dies wird vor allen Dingen der Fall sein, wenn der Verzicht auf den kirchlichen Segen nicht ganz freiwillig war.

Wenn der Theologe mitmacht, sind auch außergewöhnliche Orte wie unter Wasser, im Heißluftballon oder Flugzeug genauso möglich wie im eigenen Garten oder sonst an einem Ort, der für das Paar eine besondere Bedeutung hat. Jede Trauung ist somit vollkommen individuell und einzigartig. Nicht selten sind solche freien Prediger oder Theologen ausgebildete Pfarrer, die ihrer Beruf in der bekannten Form nicht mehr ausüben möchten, aber trotzdem mit ihrem Glauben, ihrer Religion fest verwurzelt sind.

Nicht vergessen: Die Planung der Hochzeitsreise





Hochzeit mit Stil

19 10 2008

Viele werden sagen: Ja gerne, aber wie mache ich das. „Hochzeit mit Stil“ oder auch „Heiraten mit Stil“ hat man schon einmal gehört und es klingt auch gut, aber wenn man nachfragt, was man darunter versteht, ist es gar nicht so einfach, adhoc ein Erklärung parat zu haben.

Stil ist nicht nur das äußere Erscheinungsbild oder die außergewöhnliche Kleidung, als stilvoll kann man es auch nicht bezeichnen, mit einem besonderen Auto vorzufahren, braungebrannt mit blendend weißen Zähnen. Nein, es müssen verschiedene Faktoren zusammen treffen und vor allen Dingen dann auch harmonieren. Äußerlichkeiten wie Anzug oder Kleid, Frisur und beispielsweise gepflegte Hände, vielleicht auch ein besonderes Auto müssen zur Art und Weise, wie man sich bewegt, wie man Smalltalk betreibt, wie man sich ausdrückt und sich benimmt, stimmig sein und ein harmonisches, natürliches Ganzes ergeben. So „erarbeitet“ man sich nach und seinen eigenen Stil.

Bei einer Hochzeit ist es ähnlich. Nur weil die beste Freundin ein weißes Brautkleid mit langem Schleier hatte und der Bräutigam Frack und Zylinder trug und alle gesagt haben, wie toll das aussah, muss man sich selbst nicht auf die Suche machen, um derartige Kleidung zu finden, wenn sie nicht zum eigenen Typ, zur eigenen Lebenseinstellung, eben zum eigenen Stil passt.

Auch die aktuell sehr beliebten Themenhochzeiten gehen in die Richtung „Heiraten mit Stil“. Hier legt sich das Brautpaar auf ein ganz bestimmtes Thema fest, das während des ganzen Events Hochzeit manches Mal auffälliger, manches Mal ehr versteckt, aber wirkungsvoll, in Erscheinung tritt. Dies beginnt meist bei den Einladungskarten und findet sich im Brautstrauß und/oder Blumenschmuck wieder. Auch die Hochzeitstafel, die Tisch- und Menükarten sind darauf abgestimmt.

Denken Sie bei der Vorbereitung und Organisation Ihrer Hochzeit daran, dass es Ihre Hochzeit ist. Sie soll so ablaufen, wie Sie es möchten. Tragen Sie die Kleidung – das gilt für Braut und Bräutigam – in der Sie sich wohlfühlen und sich selbst gefallen. Seien Sie Sie selbst, dann haben Sie Ihren Stil gefunden. Dass man dabei natürlich auch auf seine Hochzeitsgäste eingehen muss und dabei nicht immer gradlinig, sondern manchmal auch in einem kleinen Bogen seiner Stilrichtung folgen muss, versteht sich von selbst.

Randbemerkung: Zum guten Stil gehört es auch, Danksagungskarten nach der Hochzeit an die Gäste zu verschicken.

Tagging: Einladungskarten





Die Braut, Königin der Hochzeit

6 06 2008

Ja, liebe Männer oder besser liebe zukünftige Ehemänner, so ist das nun mal.  Das muss man akzeptieren. Ein Trost ist, dass die Braut, die der Mittelpunkt und die Königin der Hochzeit ist, schließlich die eigene Frau ist. Darauf ist Mann dann mächtig stolz und zufrieden mit sich und der Welt.

Braut mit Brautkleid; Foto aboutpixel.de / n-loader Sven SchneiderZu einer Hochzeit gehören bekanntlich zwar zwei Personen, Braut und Bräutigam, aber meist wird nicht die Frage gestellt „Na, wie war der Bräutigam?“, sondern eigentlich immer „War sie eine schöne Braut? Wie war das Brautkleid?“. Auf das Erscheinungsbild, auf das Outfit der Braut wird an diesem Tage ganz besonders geachtet. Sie zieht wie ein Magnet alle Blicke auf sich. Heute, am Hochzeitstag, soll und muss alles perfekt passen und übereinstimmen.
Den größten Eindruck wird sie zweifelsohne mit Ihrem Brautkleid erreichen. Vorausgesetzt, es passt, aber nicht nur von der Konfektionsgröße, sondern zu ihrem Typ. Hier kann die Beratung einer guten Fachverkäuferin in einem Brautmodengeschäft sehr hilfreich sein. Sie hat die notwendige Erfahrung und kennt die vorhandenen Brautkleider und kann so die Kleider zur Anprobe bringen, die aufgrund ihres Schnittes das, was der Braut wichtig ist, besonders betonen. Das kann eine schlanke Taille, eine üppige Oberweite oder auch ein schönes Dekollete sein. In Abhängigkeit von der Art der Kopfbedeckung, eben ein kleiner oder größerer Schleier, ein Hut oder auch ein Blumenkranz, rückt natürlich die Frisur mehr oder weniger in den Vordergrund. Aber zu welcher Kopfbedeckung auch immer – die Haare sollen/müssen einfach schick sein.
Beim Braut-Make-up darf es zwar ruhig etwas mehr sein, aber übertrieben oder unnatürlich sollte es auch nicht sein, vor allen Dingen dann nicht, wenn im täglichen Leben nur wenig Schminke aufgetragen wird. Auf Experimente sollte man lieber verzichten. Stattdessen wäre ein Termin bei einer Kosmetikerin mit einem Probe-Make-up sehr zu empfehlen. Mit ihr kann auch gleich über eine Maniküre bzw. das Lackieren der Fingernägel gesprochen werden, denn die Farbe der Lippen und der Fingernägel sollten auf einander abgestimmt werden. Gepflegte Hände im Zusammenspiel mit dem Glitzern des Eheringes tragen erheblich zum eleganten Erscheinungsbild nicht nur der Braut, sondern einer jeden Frau bei. 

Siehe auch Hochzeitsvorbereitung – Fragen über Fragen